Die Waschmaschine streikt, das Auto muss in die Werkstatt, eine Nachzahlung flattert ins Haus – unerwartete Ausgaben treffen jeden. Wer dann keinen Notgroschen hat, rutscht schnell in teure Dispokredite. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie viel Reserve sinnvoll ist und wie du sie aufbaust.
Was ist ein Notgroschen?
Der Notgroschen ist deine finanzielle Sicherheitsreserve für ungeplante Ausgaben und Notfälle. Er ist nicht zum Investieren oder für den Urlaub gedacht, sondern liegt griffbereit, damit du bei Überraschungen ruhig bleiben kannst.
Wie viel Reserve brauchst du wirklich?
Die bewährte Faustregel: drei bis sechs Monatsausgaben. Wer ein sehr sicheres Einkommen hat, kommt eher mit drei Monaten aus; Selbstständige oder Alleinverdiener sollten eher sechs Monate ansetzen. Entscheidend sind deine Ausgaben, nicht dein Einkommen.
Wo gehört der Notgroschen hin?
Auf ein separates Tagesgeldkonto – getrennt vom Girokonto, damit du ihn nicht versehentlich ausgibst, aber jederzeit verfügbar. Wichtig ist nicht die Rendite, sondern die schnelle Verfügbarkeit. Aktien oder langfristige Anlagen sind dafür ungeeignet.
So baust du den Notgroschen auf
Starte mit einem realistischen Ziel (z. B. erst 1.000 €, dann eine Monatsausgabe) und richte einen Dauerauftrag ein, der direkt nach dem Gehalt einen festen Betrag beiseitelegt. Auch kleine Beträge summieren sich – Hauptsache, du fängst an.
Häufige Fragen
Was kommt zuerst – Notgroschen oder Schulden tilgen?
Erst ein kleiner Grundstock (z. B. 1.000 €), dann teure Schulden tilgen, danach den Notgroschen voll auffüllen.
Darf ich den Notgroschen anlegen?
Nein. Er muss sicher und sofort verfügbar sein. Erst was darüber hinausgeht, kannst du investieren.
Fazit
Ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben gibt dir Sicherheit und schützt dich vor teuren Krediten. Bau ihn Schritt für Schritt auf – am besten automatisch.
Tipp: Mit der Finanzmanager App kennst du deine Monatsausgaben genau – die Basis, um deinen Notgroschen richtig zu bemessen. Mehr Ratgeber-Artikel →
